Zucchini Bread

Zucchini Bread

View All Posts

Zucchinibread für Gartenfreunde

By Alex Ruetten | 3. July 2016

Seit kurzem habe ich einen Garten. Keinen echten, eigenen – aber immerhin. In meinem kleinen, geliehenen Beet eines interkulturellen Garten-Vereins in Kreuzberg gedeiht nun Basilikum, Fenchel, Ruccola – und Zucchini.

Wer schon Zucchini angebaut hat, der kennt die Gedanken, die um den Erntezeitpunkt kreisen. Ob man diesen zarten, aber etwas mickrigen Zucchino schon ernten soll? Braucht er nicht noch zwei, drei Tage um sich zu entfalten? Meistens ist das Malheur dann schon passiert, denn wenn man nach vier, oder auch nach 6 Tagen wieder nach ihm schaut, ist er angeschwollen auf die Größe einer ausgewachsenen Katze. Da meine Kinder, ganz im Gegensatz zu mir, ausgesprochene Zucchini-Feinde sind, wird es höchste Zeit für einen gemeinsamen Liebling – dem Kuchen.

Zucchinibread ist ein Quickbread wie Bananabread, und ist erst nach der Erfindung des Backpulvers erdacht worden. Wer verantwortlich zeichnet, wann es passiert ist, bleibt unklar. Wir wissen jedoch Folgendes: Zucchini ist ein Kürbisgewächs, das nach der Entdeckung Amerikas (wo Kürbisgewächse heimisch sind) in Italien gezüchtet wurde. Dieses neue Gartengemüse gedieh prächtig in den Nach-Kriegs-Gärten Nord Amerikas, wo es irgendwann, als die Pflanzen überraschend viele Früchte trugen, in den Kuchen gemogelt wurde. Wie beim Carrot Cake erweckte das Gemüse, zusammen mit dem verwendeten Pflanzenöl, den Eindruck, der Kuchen sei “gesund”… und eroberte spätestens in den 70iger Jahren die Küchen des Kontinents.

Zucchini aus meinem Garten
Zucchini aus meinem Garten

Diese Variante ist recht schlicht, vereint aber viele Zutaten, die mir gefallen. Das einzig schlechte an diesem Rezept ist wohl, dass zu wenig Zucchini gefragt ist – der Riesenzucchino weilt immer noch, leicht angeschlagen, im Kühlschrank.

Das Gute daran, wiederum: ich kann morgen noch ein Zucchinibread backen.

Zucchinibread

  • 50 g geröstete Walnüsse, grob gehackt
  • 240 ml geraspelte Zucchini
  • 120 ml geraspelter Apfel (ca. ein halber grosser Apfel)
  • 200 g Mehl
  • 1 Teelöffel Backnatron
  • 1/4 Teelöffel Backpulver
  • 1/4 Teelöffel Salz
  • 3/4 Teelöffel Zimt
  • 1/4 Teelöffel Muskatnuss
  • 120 ml Pflanzenöl
  • 180 g Zucker
  • 2 Eier
  • 1 Teelöffel Vanilleextrakt

Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Kastenform leicht mit Pflanzenöl einfetten und bereitstellen. Dann die Walnüsse in eine Ofenform schütten und etwa 10 Minuten zum Rösten in den Ofen legen – Achtung, immer schön schnuppern damit sie nicht zu braun werden!

Währenddessen die geriebene Zucchini und den Apfel in einer grosse Schüssel mit dem Öl, dem Zucker, den Eiern und dem Vanilleextrakt per Hand schlagen, bis die Masse gründlich vermengt ist.

Alle trockenen Zutaten in einer kleineren Schüssel vermengen und zu der Feuchten Masse geben. Zügig aber sparsam zusammenrühren, bis kein Mehl mehr zu sehen ist. Nun in die Form füllen, und 50-60 Minuten backen. Am besten mit einem Zahnstocher testen, ob der Kuchen durch ist. Man lässt ihn noch 10 Minuten ruhen, bevor man die Form kräftig auf die Arbeitsfläche klopft, um den Kuchen zu lockern.

Falls man, wie ich, viel zu viel Zucchini hat, dieser Kuchen lässt sich leicht in massen herstellen und einfrieren.